Fortress-Modus
Den lokalen Mailspeicher eines Kontos mit einer Passphrase verschlüsseln, die FOLD nie speichert.
Der Fortress-Modus verschlüsselt, was FOLD für ein Konto auf deinem Gerät aufbewahrt, zusätzlich zu FileVault oder dem Datenschutz von iPhone und iPad. Er ist ab Werk aus, und du schaltest ihn pro Konto ein.
Einschalten
Öffne auf dem Mac Einstellungen (⌘,) > Sicherheit > Fortress-Verschlüsselung und schalte das Konto ein. Auf iPhone und iPad tippst du auf dein Kontobild, dann auf Sicherheit & Datenschutz, und nutzt den Abschnitt zu Fortress.
Für das erste Konto wählst du eine Passphrase (Fortress-Passphrase festlegen). Jedes weitere Konto nutzt dieselbe Passphrase. FOLD verschlüsselt danach die vorhandenen Daten des Kontos.
Die Passphrase wird nirgends gespeichert. Verlierst du sie, sind die lokalen Daten deiner Fortress-Konten verloren; die Mails auf deinem Server sind nicht betroffen und lassen sich nach Fortress zurücksetzen … erneut laden.
So funktioniert es
- Argon2id mit 64 MiB Speicher, 3 Durchläufen und 4 Lanes macht aus der Passphrase einen 256-Bit-Hauptschlüssel. Der Hauptschlüssel existiert nur im Arbeitsspeicher.
- Jedes Konto bekommt einen eigenen Schlüssel, abgeleitet mit HKDF-SHA256.
- Jeder gespeicherte Datensatz wird mit AES-256-GCM verschlüsselt und an seinen Platz gebunden, sodass sich Datensätze nicht zwischen Nachrichten vertauschen lassen.
Verschlüsselt: Nachrichtentexte und Anhänge, Betreff, Adressen, Vorschau, rohe Kopfzeilen und Authentifizierungsergebnisse. Nicht verschlüsselt: Nachrichten-IDs, Datumsangaben, Flags und Ordner, die FOLD zum Aufbau der Nachrichtenliste braucht.
Grenzen, die du bemerkst
- Suche: FOLD nimmt den Inhalt von Fortress-Konten nicht in seinen Volltextindex auf, die Suche nach Wörtern findet in diesen Konten also nichts.
- Spotlight: Fortress-Konten bleiben aus der Systemsuche heraus.
- Im gesperrten Zustand: Der Abgleich pausiert für Fortress-Konten, und ihre Nachrichten lassen sich nicht öffnen.
Sperren und entsperren
- Auf dem Mac sperrt Fortress nach 5 Minuten ohne Aktivität und mit ⌘L.
- Auf iPhone und iPad gibt es noch keinen eigenen Inaktivitäts-Timer; Fortress sperrt zusammen mit der App-Sperre.
- Auf beiden Plattformen sperrt das Verlassen der App Fortress nur, wenn die App-Sperre eingeschaltet ist, und nur dann, wenn die App-Sperre selbst sperrt. Auf die Bildschirmsperre des Systems reagiert FOLD nicht.
Zum Entsperren gibst du die Passphrase ein. Du kannst auch das Entsperren mit Touch ID oder Face ID einschalten: FOLD hält den Hauptschlüssel dann im Schlüsselbund dieses Geräts, durch Biometrie geschützt und nie synchronisiert. Ist die App-Sperre eingeschaltet, entsperrt eine einzige Abfrage per Touch ID oder Face ID beides.
Ausschalten
Schaltest du ein Konto aus, fragt FOLD Fortress deaktivieren?. Deaktivieren & lokal löschen entfernt die verschlüsselten lokalen Daten, und FOLD lädt die Mails erneut vom Server.
Was Fortress nicht ist
- Es ist keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Dein Server speichert deine Mails weiterhin so, wie sie ankamen. Dafür nutzt du OpenPGP oder S/MIME.
- Es schützt nicht vor einem kompromittierten Betriebssystem oder vor Schadsoftware, die läuft, während FOLD entsperrt ist.
- Es ersetzt weder FileVault noch einen Gerätecode.